14. Juni 2024
RVV Großviehtag 2024
Am vergangenen Dienstag, den 11.06.2024, fand unser RVV Großviehtag 2024 statt. Als Referenten geladen waren Michael Lenzen von der Firma „rotie-pharm GmbH & Co.KG“ und der Tierarzt Stefan Lüllmann von der Tierarztpraxis Stefan Lüllmann.
Immer schwerer zu ignorieren sind die kleinen grauen ?Tierchen im Hintergrund unseres Stalls oder in den Löchern unserer Silofolie. Auch, wenn der Schadnagerbekämpfer alle vier Wochen gute Arbeit leistet, reicht es oftmals nicht mehr aus und der Landwirt muss selbst eingreifen. Nur wie?
Am vergangenen Dienstag, den 11.06.2024, fand unser RVV Großviehtag 2024 statt. Als Referenten geladen waren Michael Lenzen von der Firma „rotie-pharm GmbH & Co.KG“ und der Tierarzt Stefan Lüllmann von der Tierarztpraxis Stefan Lüllmann.
Immer schwerer zu ignorieren sind die kleinen grauen ?Tierchen im Hintergrund unseres Stalls oder in den Löchern unserer Silofolie. Auch, wenn der Schadnagerbekämpfer alle vier Wochen gute Arbeit leistet, reicht es oftmals nicht mehr aus und der Landwirt muss selbst eingreifen. Nur wie?
Michael Lenzen klärte über das Verhalten der Schadnager auf, insbesondere über das Fressverhalten und an welchen Stellen die Köder ausgelegt werden sollten. Wir wurden über verschiedene Wirkstoffe und Köder aufgeklärt und wieso eine oftmals geglaubte Resistenz meistens ein Irrglaube ist. Kernbotschaft: Letztendlich kommen wir nicht drum rum die Ratten und Mäuse auf unserem Betrieb besser kennenzulernen, damit unsere Bekämpfungsmaßnahmen funktionieren können.
Zudem gab es Tipps, wie man einen erneuten Befall verhindern kann. Beispielsweise durch das Vermeiden von Futterresten unter Silos im Außenbereich oder das Verschließen kleiner Zugänge zu Gebäuden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Stefan Lüllmann über das neue europäische Arzneimittelgesetz , dem Antibiotikaminimierungskonzept sowie den geplanten Änderungen in der EU-Tierschutztransportverordnung soweit sie den Rindertransport betreffen. Die Konsequenzen bedeuten starke strukturelle Veränderungen in der Rindfleischerzeugung. „Am stärksten trifft es die spezialisierten Kälberraufzüchter, welche die Milchentwöhnung durchführen und dafür 100 Kälber von 99 Betrieben zusammenbringen.“ Hier wurde die halbjährliche Erfassung der Daten zur Behandlung der Tiere mit antimikrobiellen Arzneimitteln und dessen Konsequenzen bei der Ermittlung des Therapieindexes erläutert, die unabhängig von der Größe des Bestandes für jeden Landwirt eine Pflicht ist. Die Meldepflicht für die Arzneimittel liegt nun beim Tierarzt, der jedes Tier mit einer Ohrmarkennummer aufführen muss. Die Lösung bestünde in gesundheitsorientierten Vermarktungsprogrammen wie zum Beispiel dem Programmkalb, um den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren. Ein zweiter Lösungsansatz bestünde darin die Qualität und Vitalität der abzugebenden Vermarktungstiere auf dem Milchviehbetrieb zu verbessern.
Aufgrund der sehr positiven Resonanz wird der RVV Großviehtag zukünftig als Fortbildungsformat etabliert, und soll mehrmals im Jahr zu spezialisierten Themen aus der Milch- und Rindfleischerzeugung stattfinden. Die nächste Veranstaltung wird nach der Maisernte geplant. Einladung folgt!
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